Wandern und mehr

Wandern am Promenadenweg an der Burg Rabenstein

Promenadenweg Burg Rabenstein

Imposante Wanderung im Ailsbachtal – unterwegs auf dem Promenadenweg bei Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz

Der wegen seiner attraktiven Blicke und zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf engstem Raum beliebte Promenadenweg gehört zu den schönsten kurzen Wanderungen in der Fränkischen Schweiz. Die fünf Kilometer lange, aufgrund ihres Höhenprofils und vielen Felsenstufen beziehungsweise Treppen, allerdings durchaus anspruchsvolle Strecke lässt sich zudem beliebig verlängern. Sie liegt im oberen Ailsbachtal zwischen Oberailsfeld und Kirchahorn in der Gemeinde Ahorntal nahe der Burg Rabenstein sowie der Sophienhöhle.

Wegweisung
Mystische Wanderwege und -pfade führen hinüber bis zur Klaussteinkapelle und zur Sophienhöhle

Die Highlights der Tour

  • Die mittelalterliche Burg Rabenstein
  • Der Aussichtspunkt Parasol hoch über dem Ailsbachtal
  • Die Sophienhöhle mit ihren schönen Tropfsteinen
  • Die frei zugängliche, nach dem bayerischen König benannte Ludwigshöhle
  • Das bei Kletterfreunden und Wanderern beliebte Schneiderloch
  • Der Rennerfelsen beziehungsweise der Kletterfelsen Applauskurve
  • Die sehenswerte Falknerei auf der Burg Rabenstein
  • Die in markgräflichen Zeiten erbaute Klaussteinkapelle
Treppe an der Burg Rabenstein
... links am Burgeingang vorbei führt der Promenadenweg abwärts ...
Rabenstein
Zugang zur Burg Rabenstein
Wege
.... wunderschöne Wege an der Burg über dem Ailsbachtal.
Felsen
... von Beginn an säumen schöne Felsformationen unseren Weg.
Ahorntal
Blick vom Aussichtspunkt "Parasol" ins nahe Ahorntal
Wegemarkierung
einprägsame Wegemarkierung aus dem Schachspiel
Baum
Naturwunder zu jeder Jahreszeit
Efeu
Von Efeu bewachsene Steine und Felsen

Herrliche Wanderpfade und schöne Ausblicke auf dem Weg zur Sophienhöhle

Unsere Tour beginnen wir am Parkplatz der Burg Rabenstein. Dabei folgen wir der durchgehend vorhandenen Markierung für den Promenadenweg, dem grünen Punkt mit der weißen Schachfigur „Dame“. Zunächst geht es am Eingang zum Greifvogel- und Eulenpark beziehungsweise der Falknerei sowie der Burgschänke vorbei abwärts. Am Zugang zur heute wegen einer privaten Veranstaltung geschlossenen Burganlage halten wir uns links und gehen die Stufen hinunter. Der teilweise mit Holzplanken gesicherte schmale Pfad führt uns oben am Hang des Ailsbachtals durch ein ursprünglich wirkendes Felsenlabyrinth bis zum Aussichtspunkt „Parasol“. Hier gibt es einen herrlichen Blick zurück zur Burg Rabenstein und entgegengesetzt über die Ortschaft Kirchahorn hinweg ins nahegelegene Ahorntal. Anschließende geht nach einer kleinen Pause über Stufen steil hinunter bis zur Erweinsruh. Kurz hinter dem so bezeichneten imposanten, mit Efeu bewachsenen Felsentor erreichen wir den Eingang zur Sophienhöhle. Die aus drei Räumen bestehende riesige Tropfsteinhöhle galt bei Ihrer Entdeckung Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts als Weltwunder. Der Besuch lohnt sich in jedem Fall. Der Wanderweg führt uns danach weiter, erneut steil abwärts bis zur Kreisstraße Richtung Gößweinstein / Behringersmühle, die wir am Wanderparkplatz überqueren.

Burg Rabenstein vom Parasol
Blick vom Parasol zurück auf Burg Rabenstein
Treppen
Zahlreiche Treppen führen von der Sophienhöhle abwärts
Parasol
Der Aussichtpunkt Parasol über dem Ailsbachtal
Erweinfelsen
Felsentor Erweinfelsen
Schild
Hinweisschild am Parkplatz Sophienhöhle
Holzbrücke
Holzbrücke über den Ailsbach
Sophienhöhle
... imposant - der Zugang zur Sophienhöhle in der Fränkischen Schweiz

Über den Ailsbach zur Ludwigshöhle und zum Schneiderloch

Im Tal treffen wir auf den mit einem grünen Ahornblatt gekennzeichneten, 20 Kilometer langen Großen Ahorntaler Rundwanderweg. Wir folgen jedoch unserem Promenadenweg und ein Holzsteg bringt uns über den Ailsbach direkt zur nächsten Sehenswürdigkeit, der Ludwigshöhle. Die rund 14 Meter hohe und 28 Meter lange Felsenhalle ließ Graf Schönborn Wiesentheid anlässlich des Besuchs des Bayerischen König Ludwigs I. im Jahr 1830 umgestalten. Hier fand seinerzeit ein Gastmahl für Ihre Hoheit und seine Frau Therese statt. Vorher trug die Durchgangshöhle den Namen Kühloch oder Rabenloch.

Ludwigshöhle
... vor der Ludwigshöhle
Innenraum Ludwigshöhle
Im Inneren der frei zugänglichen Ludwigshöhle
Blick Ludwigshöhle
Blick aus der Ludwigshöhle über das Ailsbachtal
Weg an der Ludwigshöhle
... nach der Ludwigshöhle geht es über Wurzeln und Stufen steil aufwärts.
Klaussteinkapelle
Die Klaussteinkapelle über der Sophienhöhle
Weg
Schöne Wege entlang der Felsformationen am Hang über der Ludwigshöhle
Felsen
... beeindruckende Kulisse für die Wanderer auf dem Weg zum Schneiderloch

Oberhalb der Ludwigshöhle, in deren Umgebung sich Spuren keltischer Siedler fanden, stand 100 Jahre vor Christus eine Höhenburg. Der kurze, kernige Aufstieg und insbesondere die Abstiege sind durchaus anspruchsvoll. Sie erfordern aufgrund zahlreicher Wurzeln sowie glatter Stein- oder Holzstufenstufen gerade bei feuchtem Wetter etwas Trittsicherheit. Oben belohnt der durch den Hang führende Weg den Aufstieg mit attraktiven Blicken auf die gegenüber liegende Klaussteinkapelle. Die schmalen Pfade säumen schöne Felsformationen und mehrere Bänke laden zu einer kurzen Rast mit Aussicht über das Tal. Schließlich erreichen wir das bei den Könnern unter den Kletterern beliebte Schneiderloch mit mehreren Routen der Schwierigkeitsgrade 10+ und 11+. Unser Weg führt kaum weniger spektakulär durch die sogenannte Schneiderkammer, eine wirklich eindrucksvolle Durchgangshöhle. Hier bietet sich auch ein weiterer „Postkartenblick“ hinüber zur Burg Rabenstein.

Felsen
Der Weg hinüber zum Schneiderloch
Felsen Schneiderloch
Imposanter Kletterfelsen am Schneiderloch
Rabenstein vom Schneiderloch
Die Burg Rabenstein vom Schneiderloch gesehen
Felsentor Schneiderkammer
Durch die Schneiderkammer führt ein Felsentor hinunter ins Ailsbachtal

Abstieg ins Tal und wieder hinauf nach Rabenstein

Über die neu angelegten Holzstufen geht es nach dem Schneiderloch hinunter an den Ailsbach. Wir erreichen den Felsen mit dem Namen Theresienruhe zu Ehren der bayerischen Königin. Die Inschrift bezeugt deren besonderen Ruf zu ihrer Zeit: “Therese / Das Ideal der Mutter uns / Wollte der Himmel es zeigen / Da gab guetig er dich / Schuf dich zu unserem Glück“. Wenige Meter weiter treffen wir auf den Parkplatz Rennerfels. Die Bezeichnung aus dem Jahr 1929 stammt von den umliegenden Gemeinden. Sie dankten damit dem Forstmeister und Verwalter des nahegelegenen Schlosses Weiher, Ludwig Renner, als dem Erbauer der wichtigen Straße durch das Tal. Bei Kletterern und Motorradfahrern erlangte der Felsen an der Bärenbrücke erhebliche Bekanntheit unter dem Namen Applauskurve.
Entlang des Baches bietet sich ein schöner Wanderweg (Markierung blaues Kreuz) zur Erweiterung der Tour nach Oberailsfeld an. Wir bleiben jedoch auf dem Promenadenweg.

Theresienruhe
Gedenktafel an der Theresienruhe
Rennerfelsen
Der Parkplatz am Rennerfelsen beziehungsweise der Applauskurve
Kreisstraße
... erneut queren wir die Kreisstraße von Kirchahorn nach Behringersmühle
Anstieg
... der letzte Anstieg zurück zur Burg Rabenstein
... immer wieder beeindruckende Felsen zwischen den Laub- und Nadelbäumen

Auf der anderen Straßenseite führt unser Pfad durch den lichten Laubwald wiederum aufwärts. Wir begeistern uns ein letztes Mal an den Laub- und Nadelbäumen sowie überhängenden Felsen am Weg. So fällt die Anstrengung des erneuten Anstiegs kaum ins Gewicht. Nach rund zwei Stunden anspruchsvoller Wanderung erreichen wir den Vorhof der Burg Rabenstein und freuen uns über deren aus allen Perspektiven eindrucksvolle Lage. Wir gehen die wenigen Schritte hinauf zum Biergarten der Gutsschänke, die zu einer Brotzeit oder Fränkischem Bier einlädt. Ebenfalls zu empfehlen – nicht nur mit Kindern – ist ein Rundgang durch den Vogelpark. Wir entscheiden uns dann doch für die Fahrt nach Oberailsfeld, wo uns der Brauereigasthof Held mit einem wirklich guten „Seidla“ „Hellem“ und „Dunklem“ lockt.

Rabenstein
... zurück an der Burg Rabenstein.
Biergarten
Der Biergarten an der Gutsschänke
Falknerei
Eingang zur Falknerei beziehungsweise zum Greifvogelpark
Ausblicke
Zahlreiche Ausblicke belohnen die Wanderer
Parkplatz
Der Parkplatz oberhalb der Burg Rabenstein

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