Geschichte(n)Unsere Tipps

Küchla, Klöß und Karpfen – Genießen in der Fränkischen Schweiz

Der kulinarische Jahreslauf in der Fränkischen Schweiz beginnt – wie überall – mit guten Vorsätzen zur „Entschlackung“ nach den üppigen Feiertagen.
Was könnte dafür geeigneter sein als ein leichtes Fischgericht? Karpfen und Forelle aus heimischen Gewässern sind nachhaltig und schmecken hervorragend. Als Beilage ein fränkischer Kartoffelsalat (ohne Mayonnaise!) und ein Gurkensalat – der Frühling kann kommen.
Zur Fastenzeit nach den Faschingstagen stellen viele der kleinen Brauereien in der Fränkischen Schweiz traditionell ein Stark- oder Bockbier her. Im März und April finden außerdem die Bierwochen mit speziellen Gerichten in den Gasthöfen, Veranstaltungen und Führungen statt.
Zu dieser Zeit bieten die vielen blühenden Kirsch- und Apfelbäume rund um Forchheim einen zauberhaften Anblick. Sind die Süß- und Sauerkirschen reif, verkaufen die Obstbauern sie oftmals direkt an der Straße – regionaler geht es kaum!

Fränkische Küchla

"Kerwa" in der Fränkischen Schweiz

Im Frühsommer beginnt die Zeit der Kirchweihfeste, der „Kerwas“. Neben den gelebten Traditionen wie Kirchweihbaum und Tanz gibt es in den Bierzelten und den Gastwirtschaften Spezialitäten wie Schäuferla; diverse Braten und - Klöße. Die fränkischen rohen Klöße sind ohnehin ein Kapitel für sich. „Ohne Klöß´ kein Sonntag“, dieser Meinung sind immer noch viele Franken und ihre Gäste. Um die Anzahl der verzehrten Bratenbegleiter ranken sich in den Familien wahre Legenden und der Topf, der „Klößhof´n“ weist oftmals beachtliche Ausmaße auf.
Wie zu allen großen Festen gehören zur fränkischen Kerwa zwingend die „Küchla“ (ausgezogene Krapfen). Erfahrene Küchlafrauen fertigen das sündhaft gute Gebäck in beeindruckender Anzahl. Die Rezepte werden gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben.
Im August und September reifen auf den Streuobstwiesen der Fränkischen Schweiz die Äpfel und Birnen. Die Brennereien erhalten ihren wertvollen Nachschub der „geistreich“ verwandelt wird.

Forelle - fränkisch zubereitet
Forellenräucherei in Pottenstein

Klassische Spezialitäten und der einzigartige „Bratwurstgipfel“

Mit dem Herbst beginnt die Zeit der Wildspezialitäten in vielen Gasthöfen und Restaurants. Eine Besonderheit stellen die „Scharfen Wochen“ dar. Im Oktober bieten die daran teilnehmenden Betriebe einfallsreiche und leckere Meerrettichküche an. Der aromatische „Kren“ wie der Meerrettich hier heißt, spielt die Hauptrolle in vielen Gerichten. Das Jahr geht zur Neige, die Tage werden kürzer und die Tage der heimischen Martins- und Weihnachtsgänse sind gezählt.
Neben den saisonalen Genüssen gibt es in der Fränkischen Schweiz selbstverständlich die „Klassiker“. Die Bratwurst ist ein solcher. Ob gebraten in der Semmel, auf dem Teller mit Sauerkraut oder gekocht als „Saure Zipfel“ – Bratwurst geht und schmeckt immer! Ihr zu Ehren wird in Pegnitz alljährlich ein „Bratwurstgipfel“ mit der Wahl des „Bratwurstkönigs“ veranstaltet.

Traditionelles Kellerbier im Steinkrug

„Brotzeiten“ im ursprünglichen Wortsinn als Teil des Lebensgefühls

Brot ist ein wichtiger Bestandteil. Leider werden auch hier die handwerklichen Bäckereien weniger, aber es gibt sie noch und wir sollten sie erhalten.
Die Fränkische Schweiz wirbt zu Recht mit ihren Genüssen. Regionalität und Nachhaltigkeit sind keine leeren Worte, sondern werden hier gelebt und gepflegt. Dazu kommt ein hervorragendes Preis- Leistungsverhältnis das seinesgleichen sucht. Ein kleines Paradies für Feinschmecker.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.